Fred Sprengbüro
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Plötzensee: Fischerpinte, Steingarten, Strandbad — leistbare Naherholung fällt ins Wasser?

Schriftliche Anfrage vom 2. September 2024, Drucksache 19/20162

Fragesteller: Tobias Schulze und Kristian Ronneburg (LINKE)

Fragen:

1. Hat der Senat bzw. das Bezirksamt Berlin Mitte Kenntnis darüber, dass das Strandbad Plötzensee das Kurzzeitticket in Höhe von drei Euro für zwei Stunden abgeschafft und somit — auch für einen Kurzbesuch im Strandbad — der volle Eintritt von 9 Euro gezahlt werden muss?
a) Falls ja, wie wirken die Berliner Bäderbetriebe, der Senat bzw. das Bezirksamt Berlin Mitte auf die Betreiber des Strandbads ein, sodass das günstigere Kurzzeitticket wieder angeboten wird?
b) Was unternehmen die Berliner Bäderbetriebe, der Senat bzw. das Bezirksamt Berlin Mitte, um die hohen Eintrittspreise im Strandbad Plötzensee (Preis für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind: Strandbad 23€, Berliner Bäderbetriebe 9€) zu senken, sodass wieder sozialverträgliche Preise angeboten werden und somit auch ein Besuch für einkommensschwächere Besucher*innen ermöglicht wird?

2. Wie ist der aktuelle Stand zu den Gesprächen des Bezirksamtes Berlin Mitte mit dem Betreiber des Bootsverleih Dürings („Fischerpinte“) am Plötzensee zum Erhalt des Bootsverleihs inklusive Gaststätte?

3. Das Baden im Plötzensee außerhalb des Strandbades ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeldern geahndet. Eine Ausnahme stellte der Steingarten dar: Hier durften Badende in den letzten Jahren baden, solange sie über den Steingarten ein- und ausstiegen und die Uferböschung nicht betreten bzw. zerstören.
a) Hält das Bezirksamt Berlin Mitte an dieser Praxis fest?
b) Falls ja, plant das Bezirksamt, einen Einstieg (z.B. über eine Leiter oder Treppe) zu installieren, um bei niedrigem Wasserstand den Ausstieg aus dem Wasser zu ermöglichen und das Betreten der Uferböschung somit überflüssig zu machen? Falls nein, warum nicht?

Antwort:

https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-20162.pdf